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A F R I K A S O M M E R                               Hans, Liz und Tom

Erleben, Entdecken, Lernen, Fühlen im äthiopischen Hochland


afrikasommer


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unsere geplante Tour im

Sommer 2005 durch

Äthiopien. Diese Seite

dient vor allem uns

selbst und unterstützt

uns bei der Planung

unserer Reise.



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Angekommen und mitten drin

Los gings schon recht turbulent in Salzburg, bereits 2 Min. nach dem Start ein Blitz ins Flugzeug mit am Klescher eingeschlagen - also machts euch keine Sorgen um uns - den das richtig gefaehrliche Pflaster ist Salzburg. Danach gings gemuetlicher weiter. Der erste aethiopische Kontakt im Flugzeug - bin neben einer alten aethiopischen Frau gesessen, mit der ich mich radebrechenst unterhalten habe.

In Addis Abeba sind wir gleich mit einem Schildl abgeholt worden, mit Photo / alles ging ruckzuck - und schon sind wir im super gepolsterten knallblauen Taxi indem man sich nicht anschnallen darf, ins Hotel Wutma geduest. Erster Eindruck - wie zuhause, fesche Strassen.. fesche Leute... 20 min. spater schon die ersten aethiopischen Biersorten verkosten und schon die ersten Angebote fuer Touren in den "unbereisbaren Sueden" bekommen. Thomas hat seinen Geburtstagskuchen mit Tschak geteilt, der perfekt deutsch spricht!!!! (Die Liebe!) Zimmer einfach, eine "real hot shower" bei der die Elektrodraehte rausschauen, kleine schwarze Mitbewohner, sechsbeiniger Art / aber wir sind entspannt. Auf den Tueren viele Kondompickerl - vielleicht haben wir uns ja doch ein Stundenhotel gebucht, geht ein in die skurillen Unterkuenfte. Am Abend ein langer Regenschauer / es ist Regenzeit / die Temperaturen sehr angenehm 17 Grad. Der Regen prasselt aufs Wellblechdach, die Katzen jaulen.... Wir haben sogar noch einen Abendspaziergang gemacht - wir sind nicht aufgeregt, nicht nervoes, eigentlich ist es wie eine Fortsetzung von Ghana... nur tausende Kilometer weiter im Osten. Wie gewohnt ist es gmiatlich in Afrika.
Nachdem ich mich zuerst im Schlafsack Vakuum verpackt habe, zwecks unsere Mitbewohner, hab ich es dann aus Hitzegruenden doch gelassen.
Ich hab tief geschlafen und das feine hier ist ja dass es DAS KAFFEELAND ist, d.h. man bekommt superfeine Melange, od. Macchiato.., danach sind wir ab ins Zentrum - Fruehstuecken in einer Baeckerei haben einen netten Aethiopier kennengelernt und dabei die erste Amharicstunde bekommen. Das heisst wir koennen uns mit den ersten Saetzen durchschlagen (u. blamieren). Addis Abeba gleicht auch anderen afrikanischen Grossstaedten - grau - viel Verkehr. Addis ist eigentlich relativ sauber und liegt recht schoen weil alles huegelig ist. Wir befinden uns auf 2400 Hoehenmetern.. Wir erkundigen uns am Bahnhof wann der Zug Richtung Dschibuti geht... dann folgen wir dem Menschenstrom in einer eher aermlichen Wohngegend, wo es mir schon besser gefaellt, als im grauen Verwaltungs/ und Buerodistrikt im Zentrum.. - Wir schlendern durch die Gassen, nachdem es geregnet hat, sind unsere Sandalen ev. nicht die richtige Ausruestung - ein Geschicklichkeitstraining. Danach gehen wir an einem Maennerfrisoer vorbei und erinnern uns, dass wir ja beschlossen hatten als erstes in Afrika zum Frisoer zu gehen, da Tom ja schon einen Kurzhaarschnitt, bei dem man nicht mehr viel kuerzen kann - fragen wir den Frisoer sodann nach einem Damenfrisoer, wir bekommen zwei Begleiter, (die uns dann 1,5 Stunden nicht mehr verlassen) und landen im Beautysaloon bei Elsa (die nur Amharic spricht) - ich bekomme eine Haarwaesche und bin nervoes gespannt was weiter passiert.. die "Bunsen"- Brennschere (unterm Tisch steht eine Gaskanone) macht mich schon mulmig, die Begleiter erklaeren, she will burn the hair then" ohh Gott, da bin doch eher fuer die stumpfe Papierschere - was ich diplomatisch doch noch umsetzen konnte... die maennlichen Begleiter sassen die ganze Zeit dabei und haben zugeschaut.. Weshalb auch immer hat mir Elsa vorm Schneiden die Haare mit Lockenwicklern, afrikanisch bunt aufgerollt und ich musste unter die gluehende Trockenhaube aus den 70iger Jahren..damit mir die Ohren nicht verbrennen habe ich in giftgruen gehaekelte Ohrenschuetzer bekommen - also lustig hattens wir schon - besonders Thomas, der das alles nur beobachten durfte - Meine Vorgaengerin, die aus der Trockenhaube kam, hatte danach lockiges wallendes Haar - das war ja nicht meine Vorstellung von meinen haarkurzenden Bestrebungen, aber wurscht welche Frisur man will eingewickelt wird. Danach hatte ich kein wallendes lockiges Haar, meine Haare sind Lockenresistent. Nur noch kurz zur Haarschneidemethode (bei der sich saemtliche europaeischen Frisoere im Grab umdrehen wuerden) einen Zopf bilden und dann absaebeln... so einfach gehts. Die 15 cm langen Haare haben sich dann die beiden Jungs an sich gerissen, irgendwie befremdlich, aber mein Gott sie sind ja auch schliesslich ueber eine Stunde im Frisoersaloon gesessen und haben gewartet.
Dann weiter -- erstes aethiopisches Essen - gegessen wird mit der rechten Hand, Thomas hatte leichte Schwierigkeiten vegetarisches Essen zu bekommen, Hier sagt man nicht vegetarisches Essen sonder Fastenessen, dann wird es verstanden. Meines war superscharf, a la Gulasch mit dem typischen Injera Brot (Sauerteigpalatschinken mit Tefmehl), ueberall lernt man Leute kennen, danach ein Schnapserl vom Obstbau Welser - wir setzen uns in einen Park - und beschliessen dann flugs am naechsten Tag Addis Abeba zu verlassen und in den Sueden zu fahren, und trotz den Hinweisen der Geldverdienenwollenden Tourguids, starten wir auf eigene Faust, und zwar zeitig in der frueh, hmmm um 5 Uhr faerht der Bus. Wir setzen uns in einen Minibus und fahren zum Busbahnhof.. im Bus lernen wir wieder jemanden kennen, der uns am Weg dahin Dinge zeigt und uns dann am Busbahnhof hilft die Tickets zu organisieren. Zu Fuss zurueck wir haben sogar gleich nachhause gefunden, zum Glueck wechseln wir uns mit dem Orientierungssinn immer wieder ab. Am Heimweg versorgen wir uns mit Fruechten und Wasser fuer die morgige 12 Stunden - Busfahrt, wenn wir keine Reifenpanne haben.
Wir kommen um 4 Uhr nachhause (nach aethiopischer Zeitrechnung 10 Uhr im Jahre 1997) und schlafen gleich ein.. am Abend gehen wir noch einen Kaffee trinken in das erste Kaffeehaus in Aethiopien, wir bekommen Waldmeister-aehnliche Kraeuter in den Espresso. Danach gehen wir Abendessen, Gemuesesuppe Hawai ( mit frischen Ananas!!!) und entdecken beim Heimgehen, dass wir eigentlich direkt am Ausgehviertel wohnen.

Summasummarum - wir hatten bereits einen schoenen Tag - uns gehts gut - die Verdauung ist noch intakt!! Die Leute hier sind sehr nett, man wird ueberhaupt nicht belaestigt - und wenn man was braucht, wird einem freundlich weitergeholfen.
Und wir sind froh, dass wir uns doch auf eigene Faust weiter in den Sueden begeben, laut Reisefuehrer einer der unzugaenglichsten Plaetze in ganz Afrika. Morgen werden wir in Arber Minch aufwachen, wir haben uns schon fuer das angeblich beeindruckenste Hotel entschieden, auf einem Felsenkliff 200 m, mit Blick auf den Nationalpark und zwei Seen, da werden wir dann wohl wieder eine Melange trinken.. man nennt Arba Minch die Grenzstadt zu Kenia und das Paris in der Gegend, weil es der letzte Ort ist an dem es noch Infrastruktur gibt. Der Weg in den Sueden fuehrt durch das Great Valley - ein Grabenbruch - mit Bergen und Seen.
Wir freuen uns schon dass es losgeht - aus dem Busfenster schauen und das Kinn hinunterklappen lassen - guck!!!

Und als letztes an MUTTI: ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG!!!!
8.8.05 20:28
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sonja (18.8.05 20:26)
Hallo ihr beiden! An jedem einzelnen Wort hängend habe ich euren Bericht gelesen. Eigentlich bin ich sprachlos. Doch Liz, du kennst mich; eigentlich bin ich nie sprachlos. Ich fühle Bewunderung, Hochachtung und irgendwie ist mir warm ums Herz. Alles Gute weiterhin. Schön mit wieviel Respekt ihr an diese Reise rangeht.
Umarm Sonja
Lily sagt schon Mama...


Sonja (18.8.05 20:36)
Hab ich da was versäumt? Ich dachte ihr seid zu dritt? Wo ist Hans?


Sturz Jürgen / Website (30.6.06 01:06)
Hallo,

habt ihr Fotos von Elisabeths Friseurbesuch?

Herzliche Grüße

Jürgen

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