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A F R I K A S O M M E R                               Hans, Liz und Tom

Erleben, Entdecken, Lernen, Fühlen im äthiopischen Hochland


afrikasommer


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Vom Sueden wieder Richtung Norden

Montag, 15.08.05

Arba Minch:
Am Abend zuvor hat es ziemlich stark geregnet und ich bin mit meinen Sandalen im Gatsch versunken. Wenn es regnet verwandelt sich die Stadt in Schlamm, da ist mir der Staub um vieles lieber.
Als wir nach dem Essen ins Zimmer gekommen sind, hab ich eine Riesenkakerlake erlegt und mit einem Tritt hinausbefoerdert, nun wissen wir warum in der Rezeption alles voller Kakerlakensprays war.

Wir haben wieder einmal ausgeschlafen und lange in der frueh herumgetroedelt, sind in die Baeckerei zum Fruehstuecken und erst dann in den unteren Stadtteil in dem sich auch der Busbahnhof befindet. Wir haben uns einen Schlafplatz im Halleluya Hotel gesucht, dass nahe am Busbahnhof ist. Natuerlich haben wir den Bus nach Chencha verpasst. Thomas war ziemlich muede ? und wollte eigentlich wieder ins Bett ? ich wollte aber unbedingt nach Chencha ein Bergdorf auf 3200 m, welches mich beim Lesen des Reisefuehrers ziemlich angesprochen hat und im Gegensatz zu Thomas war ich ziemlich aktiv. Ich habe daher mit Hilfe eines Bekannten einen Truck gefunden, der mich mitgenommen hat. Zuerst bin ich auf die Ladeflaeche geklettert, aber anscheinend haben sie sich dann doch Sorgen um mich gemacht und wir haben uns dann vorne zu viert hineingequetscht. Die Truckfahrer schienen nicht uebermaessig begeistert davon zu sein. Egal ich war froh weiter zu kommen und waehrend der Fahrt haben wir uns eigentlich ziemlich gut unterhalten. Die Strasse nach Chencha ist ein Zustand. Sie wird gerade repariert, daher ist alles umgegraben. Ich wundere mich wie die Fahrzeuge da hinaufkommen. Zusaetzlich geht es ueber eine Stunde steil bergauf. Das Schoene ist, dass sich die Vegetation veraendert und dass es ploetzlich Nadelbaeume gibt und alles gruener wird. Oben war es ziemlich kalt. Nach der Ankunft haben mich gleich 2 Guides angesprochen. In Anbetracht des Alleineseins habe ich die Begleitung angenommen. Wir sind dann noch weiter rauf. Interessanterweise wachsen hier auch Aepfelbaeume, Pflaumen, und Geranienstraeucher ca. 2-3 m hoch, Brunnenkresse, Rosenhecken, viel Gebluem. Afrikanisch sind hingegen die Bambushuetten die zum Teil auch 10 m hoch sind umgeben von Ensetestauden (false Bananas), die Gegend ist wunderschoen, almig. Wir haben die Weberkooperative besucht. Die Chencha sind fuer ihre Stoffe in ganz Aethiopien bekannt. Ich habe Stoff gekauft. Danach sind wir zu der Familie mit dem hoechsten Bambushaus. Fuer 10 Birr kann man ins innere des Hauses, die Huette ist in zwei Teile geteilt, auf der einen Seite die Tiere auf der anderen Seite der Wohnraum. Sie bauen hier Hafer und Mais an, und anderes Getreide, welches auf dieser Hoehe waechst und brennen auch Schnaps. Weiters haben sie mir die Verarbeitung der Ensetepflanzen gezeigt und den Garten in dem sie auch Setzlinge fuer neue Aepfel angepflanzt haben. Danach sind wir wieder zurueck ins Dorf, um Tej aus Chencha zu verkosten (Honigwein). Nach Tradtition muss man mind. 2 trinken. Nachdem ich nicht Mittag gegessen habe, war ich dann ziemlich angeduselt, hab mich von den Guides verabschiedet um 1-2 Stunden in das untere Dorf Dorze zu gehen. Anfangs sind mir die Leute in Chencha sehr entspannt vorgekommen, aber nachdem ich alleine unterwegs war und auch keine anderen Erwachsenen in der Naehe hat mich eine Kinderhorde verfolgt und wollte mir fuer die Landschaftsphotos Geld abknoepfen. Sie sind immer agressiver geworden und haben mich schliesslich mit Steinen bedroht und nachgeworfen. Das hat den Aufenthalt in der atemberaubenden Gegend ziemlich getruebt und ich war stinksauer und hab eine gewisse Zeit gebraucht mich wieder zu beruhigen und wieder die Gegend zu geniessen.?. Das staendige Geldschnorren ist immer laestig, aber so agressiv hatte ich es noch nicht erlebt. Zum Glueck waren dann weiter unten ein paar Feldarbeiter, die sich dann auch ziemlich ueber die Kinder aufgeregt haben. Naja das war eigentlich das erste richtig negative Erlebnis. Ansonsten ist es fuer mich bis jetzt der schoenste Platz gewesen und ich haette gerne noch mehr Zeit gehabt, denn um 4 ist der letzte Bus gekommen, ich hab ihn aufgehalten und bin in dem wohl ueberladensten Bus ever, die steile Strasse heruntergerumpelt. Vor den Strassenkontrollen steigen dann 50% der Leute aus und gehen ein Stueck zu Fuss wo sie dann wieder einsteigen. Bloed fuer sie war nur, dass die Polizisten mit nach Arba Minch gefahren sind. Betretenes Schmunzeln im Ganzen Bus. Eine Frau hat mir gesagt, dass das ohnehin ein Wahnsinn ist so ueberfuellt diese Strasse hinunterzufahren und hat sich unten bekreuzigt. Am Abend war ich dann ziemlich K.O von den vielen Eindruecken, aber wie immer im Halleluya Hotel konnten wir nicht schlafen und waren dann ziemlich geraedert, als wir um halb 5 Uhr aufgestanden sind um den Bus nach Shashemene zu bekommen.


Dienstag, 16.08.
Von Arba Minch nach Shashemene (6 h), die meiste Zeit geschlafen. Wir scheinen das Busfahren besser als manche Aethiopier zu vertragen, die sich mehrmals uebergeben haben? In Shashamene haben wir uns gleich ein Hotel gesucht und haben weitergeschlafen. Wir sind heute K.O und haengen hier herum. Shashemene ist ein Durchzugsort ziemlich haesslich, es gibt hier aber viel Infrastruktur, viele Fruechte, etc. Morgen frueh gehts weiter nach Gobe Richtung Bale Nationalpark, wo wir gerne ein Trecking durch die hochalpine Gegend machen wollen. Die Fahrt dauert wieder 7 Stunden.
Wir machens uns gemuetlich haben im Bekele Mole Minestrone und Fisch gegessen. Da es hier westliche Toiletten gibt, suchen wir es immer wieder auf. In unserem Hotel haben wir dermal nur oeffentliche Dusche, und arabisches WC. Hier in Shashemene gibt es sehr viele Fruchtbars und Pastries ? waren frischen Mangosaft trinken. Thomas ist leicht verkuehlt von der Kaelte hier. In der Nacht kann es ganz schoen kalt werden wenn man nicht im Schlafsack naechtigt.
23.8.05 08:57
 


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